Zentralasien

Die Region Zentralasien, genauser gesagt Mittelasien umfasst die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Der Begriff Zentralasien wird vielfach weiter gefasst und schließt auch Teile der Mongolei, des Russischen Altai, Nordwestchinas, Nordafghanistans und Nordpakistans mit ein.

Landschaftlich erstreckt sie sich vom Kaspischen Meer und den zum Teil unterhalb des Meerespiegel liegenden Regionen der Kaspischen Senke und des Tieflands von Turan im Westen Kasachstans über weite Steppen- und Wüstenlandschaften bis hin zu den Höhenzügen des Tien Shan Gebirges und des Pamir im Osten mit ihren Siebentausendern . Aufgrund der Entfernung zu den Weltmeeren herrscht ein streng kontinentales Klima vor. Die Hauptjahreszeiten Sommer und Winter wechseln sich fast übergangslos ab.

Seit den Zeiten der großen Seidenstraße fand in dieser Region stets ein reger Austausch von Kulturen, Ideen, Religionen und Waren statt. Die verschiedensten Völker trafen und mischten sich und hinterließen ein reiches kulturelles Erbe sowie eine Bevölkerungs- und kulturelle Vielfalt, die in der Zeit der russischen und sowjetischen Herrschaft noch  durch Ansiedlung und Verschickung um Bevölkerungsgruppen aus allen Teilen Russlands und der Sowjetunion bereichert wurde.

Traditionell gibt es in den meisten zentralasiatischen Staaten eine uigurische Minderheit, die im Kulturleben eine bedeutende Rolle spielt. Umgekehrt gibt es kirgisische, usbekische, turkmenische und kasachische Minderheiten in China, Afghanistan, Russland und der Türkei sowie autochthone georgischsprachige und armenische Minderheiten in der Türkei.